GÜNTER GRASS

Malerei / Bildhauerei

Günter Grass (* 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr, Freie Stadt Danzig als Günter Wilhelm Graß; † 13. April 2015 in Lübeck) zählt zu den bedeutenden Doppelbegabungen der Kulturgeschichte.

„Als bildender Künstler bin ich gelernter, als Schreiber ungelernter Künstler“. So charakterisierte er sich selbst.

Er absolvierte 1947 eine Steinmetzlehre und studierte 1948–1952 an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Professor Otto Pankok. Günter Grass war Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Graphiker. Mit seinem Debütroman „Die Blechtrommel“ 1959 wurde er zu einem international geachteten Autor der deutschen Nachkriegsliteratur.

Seine Popularität als Schriftsteller nutze er häufig, um das politische und gesellschaftliche Tagesgeschehen öffentlich zu kommentieren. Er war jahrelang aktiv und präsent für sozialdemokratische Politiker in Wahlkämpfen. Günter Grass Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und teilweise verfilmt. Im Jahr 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Das Günter-Grass-Haus aus Lübeck hat Dr. Melita Mucha ermöglicht aus dessem umfangreichen Archiv, Arbeiten von Günter Grass für die Ausstellung in der Galerie Mucha auszuwählen. Die ausgesuchten Arbeiten drehen sich um das Thema Herbst und zeigen Zeichnungen von Bäumen, totes Geest und Pilze. Ein Highlight der Ausstellung ist der bekannte Butt, als Zeichnung und als Bronzeplastik zu sehen. Des Weiteren werden Fotografien und Radierungen gezeigt.

Bis heute gab es zahlreiche Ausstellungen von Zeichnungen, Aquarellen, Druckgraphik und Skulpturen im In- und Ausland.