Georgeta Naparus

Malerei

Zwischen 1951–1957 Studium am Institut of Fine Arts „Nicolae Grigorescu“ in Bukarest/Rumänien. 1957 Staatsexamen mit dem Bild „Tepichweber“ (Bild verschollen). 1959 tritt sie erstmals öffentlich mit zwei Porträts auf. Seit 1963 ist sie regelmäßig in zahlreichen Artikel im Blick der Kunstkritiker.

Schon zu Lebzeiten galt Frau Naparus als beste rumänische Malerin. Sie errang Ihre Geltung in den siebziger Jahren durch Einzel- und Gruppenausstellungen in ihrer Heimat und vielen Ländern der Erde. Einige werden unten aufgezählt.

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Selbstportrait von Georgeta Naparus [geb. am 23 Oktober 1930, in Comarnic/Rumänien, -d. 1997]

Immer wieder malt sie Gewänder, die in Ihrer Haltung wie Menschen wirken, sie sind aus ikonenhaften Gestalten, Ornamenten und aufgesetzten Brokatfetzen zusammengesetzt. Eine Vielzahl von Details, die der Künstlerin jedes für sich wichtig sind, fügt sich zu einem harmonischen Gesamtzusammenhang.

Ein Zitat aus der Monographie von 1983 von dem Kunstkritiker Radu Bogdan:

Niemand hat in der rumänischen Malerei den Bildern eine so lebendige Farbe gegeben, so üppig – gewagt und gleichzeitig so lyrisch – kräftig gemalt. Das typisch Einheimische geltend gemacht, mit einer erstaunlichen Untersuchungsgabe das typisch Volkstümliche in der Schöpfung der Folklore zu entdecken.

Dieser Schöpfung hat Georgeta Naparus ihren Stempel aufgedruckt, ohne jedoch ihre Kunst der Folklore überzustülpen. Im Gegenteil – die Folklore wird durch ihre Kunst lebendig. Das, was sie gemacht hat ist eigentlich nicht ein Überstülpen Ihrer Kunst über die Folklore, so wie das viele Maler tuen, sondern durch Ihren typischen Malstil, hat sie die typischen Folklore-züge nur hervorgehoben, „so als ob“. Sie geht fast spielerisch damit um und hat durch die leuchtend kräftigen Farben, das Typische nur unterstrichen.

Sie ist nicht äußerlich und ist nicht nachzuahmen. Durch ihren eigenen Still teilt sie mit und kopiert nicht die Folklore. Es ist eher eine Re-Naturierung, durch eine Re-Schöpfung.

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Galerie Winter in Hamburg 1981
[von links: Frau von Kalckreuth, Galerist Michael Winter, Frau Georgeta Naparus und die Galeristin Dr. Melita Mucha]

Ausstellung „Georgeta Naparus“ | 22. Januar 2012